Prokrastination deluxe

Ich habs geschafft, yeah. Nicht nur einen Blogeintrag, sondern dann auch noch direkt einen für die großartige Aktion „12 Letters of Handmade Fashion„, die seit Beginn des Jahres herumgeistert. Dank dieser kenne ich nun wieder viel mehr Blogs, sondern hatte leider auch das starke Bedürfnis zu nähen… natürlich während der heißen Phase meiner Bachelorarbeit. Eigentlich wollte ich letzten Monat schon ein Kleid beitragen, aber dank sehr schlecht sitzenden Brustabnähern soll das wohl nicht.

Aber nun kann ich es stolz präsentieren: Das August-Projekt.

Es handelt sich hierbei um einen… tief Luftholen… Sommerlichen Strandanzug aus dem Sistermag mit Stoff und Stil Sale Stoff, super für meinen spätsommerlichen Städtetrip im September.

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Der Schnitt ließ sich top verarbeiten und war mein erstes Projekt aus einem Sistermag, ich habe ihn beim stundenlangen Surfen in der Bibliothek gefunden. Der Nachteil besteht bei diesen darin, dass es nur eine Größe gibt und bei einigen Schnitten nichtmal die Maße des Models angegeben sind. Das Model in diesem Beitrag hatte aber fast dieselben Maße wie ich und es ging ziemlich gut.

Und ja, es gab auch Bilder ohne Gürtel, aber auf denen sehe ich noch bescheuerter aus, als auf denen mit. Tatsächlich muss ich auch noch die Aufmerksamkeit auf meinen Hintern lenken… seht ihr diesen Mangel an Falten? Den finde ich schon allerhand, da ich doch auf dem Baumwollstoff gute 5 Stunden im Archiv gehockt habe und schon übles geahnt habe.

Gedanken über Konsum

oder: Hilfe, werde ich jetzt Öko? (Oder bin ich es gar schon, wie mein Freund es zu betonen versucht?)

Es begann alles an einem Tag, an dem eine Freundin und ich Geld ausgaben. Ich war gerade von einem Praktikum aus Berlin zurückgekehrt und Berlin ist für mich ein Ort, an dem ich wirklich kein Geld sparen kann. Jedenfalls arbeiteten wir uns systematisch durch viele Kleiderständer auf einem Vintage-Kilo-Sale. Und natürlich gaben wir Geld aus.

Der Tag gefiel uns beiden ausgesprochen gut, auch weil die Veranstalter sehr nett waren. Und so klickte ich mich durch die Facebookseite des Events und stolperte schließlich über den Blog von Kim, die, wie ich lernte, maßgeblich für die Veranstaltung verantwortlich war. Der Grund, warum dieser Blog eigentlich existierte, war ein einfacher: Kim hat am 1. Juni 2015 ein Experiment gestartet und will in dieser Zeit nichts mehr kaufen, abgesehen von einigen Basics wie Wäsche und vor allem sonst alles aus zweiter Hand oder nachhaltig/fair.

Das klang machbar. Erstaunlicherweise. Denn bei all diesen tollen Ausmist-Konzepten wie sie gerade auf Social Media Seiten gefeiert werden hat mein innerer Messi laut geschrien und protestiert. Das bin ich nicht. Ich werde auch nicht ohne weiteres aufhören können, Dinge zu kaufen. Aber ich kann mich vorstellen, mich stärker auf Klamottentauschen zu konzentrieren. Da ich zu dem Zeitpunkt (Es war der 5.3.) vorhatte, mir im Rahmen der allgegenwärtigen Glamour Shopping Week neue Sportschuhe zu kaufen, setzte ich mich auf eine Art Diät. Nach Möglichkeit nur noch Secondhand oder Sportsachen. Denn die brauchte ich gerade wirklich, auch um auf diesem Feld nicht meine Motivation zu töten. Was soll ich sagen: Ich bin leider nicht perfekt. Als Resultat bin ich dann leider mehr als jemals in die tatsächlich höherpreisigen Vintageläden wie den Pick&Weight gegangen. Ich habe tendenziell mehr Geld als sonst für Klamotten ausgegeben (Passionierter Saleshopper). Aber gleichzeitig war mein Einkaufskorb auf der Webseite von h&m zwar voll, aber ich habe den kostenlosen Versand nicht genutzt. Dafür habe ich meinen Account bei Kleiderkorb endlich genutzt.

Nicht shoppen klappt nicht. Sportsachen sind dazu gekommen und ein paar echt schöne Dinge aus zweiter Hand. Und ein Shirt von h&m in das ich mich verliebt hatte und welches ich dann vor der besagten Shopping Week gekauft habe, damit ich bei dieser nicht mehr mitmachen muss. Denn Schuhe habe ich vorher schon gefunden.

Ich bin nun aber trotz all dem Konsum im letzten Monat auf der Suche nach einem Konzept. Das Kapitel Sportklamotten ist vorerst raus, denn jetzt hab ich vorerst genug. Kleidung aus zweiter Hand, vor allem von großartigen Klamottentauschevents wie sie regelmäßig in Hamburg stattfinden, werden immer drin sein. Auch wenn ich hier versuchen will, zweimal über das Teil nachzudenken. Bei den ganzen Dingen dort draußen wird es den Versuch der Einschränkung geben. Eigentlich brauche ich nichts wirklich mehr. Aber wenn ich wirklich mal auf einen Trend aufspringen möchte, dann sollte ich das auch dürfen und nicht immer nähen müssen (Darunter leiden immer meine Hausarbeiten). Deswegen jetzt hier das Ziel: Ein Teil im Monat reicht. Und wenn es keins wird, umso besser.

Auf nach Algerien!

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30 Tage Visum, yeah!

Es ist fast ein Jahr her, dass ich das Land verlassen habe. Der Tagestrip nach Belgien zählt nicht. Ich meine so richtig, in einem Flugzeug. Höchste Zeit also, dass ich die Chance nutze und meine beiden Freundinnen im Auslandssemester besuche. Algerien war nie ein Ort auf meiner Bucketlist und auch drei Tage vor der Abreise sind meine Kenntnisse zu dem Land sehr gering. Ich begebe mich ganz in die Hände meiner Freunde und hoffe das Beste.

Da Algerien nicht nur für mich ein überraschendes und vor allem unbekanntes Land ist, soll sich dieser Beitrag ein bisschen den Besonderheiten bei einer Einreise widmen. Denn leider ist Tourismus nicht wirklich ein Thema vor Ort. Es gibt einige Hotels, aber die sind vor allem für Geschäftsreisende, die sich zwischen den Städten bewegen. Trotzdem kann man diese natürlich buchen und man wird auch verschiedenste Kategorien finden. Um ein Visum zu beantragen braucht man nämlich auf jeden Fall eine Buchungsbestätigung. So schreibt zumindest die Seite der algerischen Botschaft. Eine weitere Möglichkeit ist die, mit der ich gefahren bin: Ein beglaubigtes Einladungsschreiben. Hierbei verpflichten sich die Einladenden euch aufzunehmen und rennen hierfür sogar zur regionalen Verwaltung und lassen dieses Versprechen notariell beglaubigen.

Ist diese Hürde also geschafft, gilt es herauszufinden, wohin man sich zu wenden hat. Als Hamburgerin galt es einen Bus nach Berlin zu buchen, da die Botschaft einen persönlich sehen will (Derzeit ist die in Berlin Mo, Mi und Fr offen, jeweils von 9-13 Uhr). Da liefert man seinen Haufen Papiere, einen Haufen Bargeld und vor allem, ganz wichtig, einen vorfrankierten Umschlag mit der Zusatzmarke für ein Einschreiben ab. Es sei denn, man will nach einer Woche wiederkommen. Auch gibt es manchmal diese Umschläge in der Botschaft zu erwerben. Ich musste leider eine gute Stunde durch Pankow laufen, da sie überall ausverkauft waren und in der Post die Hölle los war.

Nach ungefähr einer Woche ist euer Pass dann wieder da, mal mit einem Visum von 30 Tagen (ich, yeah), mal mit einem für 15 (Mutter von Freundin 1), mal mit einem für 10 (Eltern von Freundin 2, haha). Danach geht alles problemlos und die Reisevorbereitung sind minimal. Außer Iberia cancelt mal wieder Flüge, aber man darf ja noch hoffen, dass dies nicht regelmäßig ist.

Auf ein neues „Neues“…

Anderthalbjahre sind ins Land gegangen und es ist nichts geschehen. Immer wieder kribbelt es und dann entsteht nichts. Das ärgert mich und stört mich. Vielleicht kommt jetzt mehr. In der Zwischenzeit habe ich es immerhin geschafft, einen Blog über mein Auslandssemester zu führen, auch mehr oder weniger erfolgreich, aber nun ja.

Jetzt gäbe es Anlass, in drei Tagen bin ich endlich nocheinmal im Ausland. Und vielleicht habe ich die Möglichkeit ein Praktikum auf der Berlinale zu absolvieren. Darüber ließe sich schreiben. Ich lese ein Buch, welches mir gefällt und entdecke doch ab und an ein neues Fleckchen in Hamburg. Auch würde ich doch gerne die Semesterferien nutzen, um ein wenig zu Nähen. Und Plädoyer fürs Klamottentauschen steht auch an.

Vielleicht wird’s ja was.

Auf ein Neues…

Dies ist nicht mein erster Blog. Nichtmal mein zweiter.

Der Uni sei Dank musste ich in den vergangenen zwei Jahren eine Vielzahl an Arbeitsjournalen anlegen. Ob das sinnvoll war, steht in den Sternen, zumindest kenne ich jetzt WordPress ein wenig besser und habe mich hierhin begeben.

Dieser ganz spezielle Blog soll einfach eine Ergänzung zu mir sein. Eine Collage von Eindrücken, Erlebnissen, Vorschlägen und Unsinn, der sich bei mir ansammelt. An einem Tag rege ich mich sehr über ein Buch auf, bin beeindruckt von einem Film oder will einfach der gesamten Welt etwas zeigen. Doch dann habe ich irgendwann doch Mitleid mit meinem Umfeld und halte irgendwann die Klappe, mit dem schalen Gefühl nicht alles gesagt zu haben.

Ab sofort soll all dies hier landen. Nicht krampfhaft an bestimmte Zeiten oder Themen gebunden, sondern einfach immer dann, wenn es gerade passt und soll und überhaupt. Ich werde niemals ein Modeblogger sein und auch der Versuch einen regelmäßigen „DIY-Blog“ zu führen ist gescheitert, damit sogar teilweise eine Freundschaft. Nicht nochmal, nie wieder Stress! All dies hatte ich mir gesagt, als ich damals aufhörte. Und doch schreibe ich wieder. Es hat mir unter den Fingern gebrannt und nun ist das so. Vielleicht kommt nie mehr als dieser Beitrag, vielleicht hatte ich einfach nur Spaß dabei ein Design auszusuchen. Dann soll dies so sein. Überlebe ich wohl auch.

Dieser Blog soll für mich sein und wenn irgendjemand sonst ihn lesen mag, dann ist diese Person herzlich willkommen. Also: herzlich willkommen, du Person, du!